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Das Hiroshima // Fukushima Mahnmal
Mahnmal für die Opfer nuklearer Gefahren

Die 70. Rückkehr der Bombardierung von Hiroshima und der 5. Rückkehr des Atomdesasters von Fukushima – waren der Anlaß das Hiroshima // Fulushima Mahnmal – is Leben zu rufen.

6. August 2015 – 70 Jahre Hiroshima – und ein nie endendes kollektives Trauma. Dass wir nicht aus der Geschichte gelernt haben, zeigte die nukleare Katastrophe von Fukushima am 11. März 2011.

Hiroshima

– Die US-amerikanischen Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki am 6. August und 9. August 1945 waren die bislang einzigen Einsätze von Atomwaffen in einem Krieg. Sechs Tage danach gab Kaiser Hirohito mit der Rede vom 15. August die Beendigung des „Großostasiatischen Krieges“ bekannt. Mit der Kapitulation Japans endete am 2. September der Zweite Weltkrieg auch in Asien, nachdem er in Europa mit der Kapitulation der deutschen Wehrmacht bereits seit dem 8. Mai 1945 vorüber war.

Den Befehl zum Einsatz der neuen Waffe gab US-Präsident Harry S. Truman, Nachfolger des am 12. April 1945 verstorbenen Franklin D. Roosevelt, im Haus Erlenkamp in Potsdam, wo die amerikanische Delegation während der Potsdamer Konferenz Quartier bezogen hatte. Truman, früher Roosevelts Vizepräsident, hatte bis zum Amtsantritt keine Kenntnis vom „Manhattan-Projekt“, der Entwicklung der Atombombe. Das Motiv für den Einsatz der Bomben war, Japan möglichst schnell zur Kapitulation zu bewegen und so den Krieg zu beenden. Einerseits befürchtete Truman, dass die Sowjetunion Forderungen auf japanisches Gebiet stellen würde, andererseits, dass die geplante amerikanische Landung auf den japanischen Hauptinseln viele Opfer unter den US-Soldaten fordern würde. Zum damaligen Zeitpunkt waren noch große Gebiete Asiens von Japan besetzt. Trumans Entscheidung wird noch immer stark und emotional diskutiert.

Die Atombombenexplosionen töteten insgesamt ca. 100.000 Menschen sofort – fast ausschließlich Zivilisten und von der japanischen Armee verschleppte Zwangsarbeiter. An Folgeschäden starben bis Ende 1945 weitere 130.000 Menschen. In den nächsten Jahren kamen etliche hinzu.

Das Gedenken an die Opfer spielt in Japan eine große Rolle in der nationalen Kultur und im nationalen Selbstverständnis. Weltweit wurden Hiroshima und Nagasaki zu Symbolen für die Schrecken des Krieges und vor allem eines möglichen Atomkrieges zu Zeiten des Kalten Krieges.

—->Mehr zu den Hiroshima Bombenabwürfen

Fukushima

– Als Nuklearkatastrophe von Fukushima werden eine Reihe von katastrophalen Unfällen und schweren Störfällen im japanischen Kernkraftwerk Fukushima Daiichi (Fukushima I) und deren Auswirkungen bezeichnet.

Die Unfallserie begann am 11. März 2011 um 14:47 Uhr (Ortszeit) mit dem Tōhoku-Erdbeben und lief gleichzeitig in vier von sechs Reaktorblöcken ab. In Block 1 bis 3 kam es zu Kernschmelzen. Große Mengen an radioaktivem Material – rund 10 bis 20 Prozent der radioaktiven Emissionen von Tschernobyl – wurden freigesetzt und kontaminierten Luft, Böden, Wasser und Nahrungsmittel in der land- und meerseitigen Umgebung. Ungefähr 100.000 bis 150.000 Einwohner mussten das Gebiet vorübergehend oder dauerhaft verlassen. Hunderttausende in landwirtschaftlichen Betrieben zurückgelassene Tiere verhungerten.

Aufgrund einer Abschätzung der Gesamtradioaktivität der freigesetzten Stoffe ordnete die japanische Atomaufsichtsbehörde die Ereignisse auf der Internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse mit der Höchststufe 7 („katastrophaler Unfall“) ein.

Vier von sechs Reaktorblöcken des Kraftwerks wurden durch die Unfälle zerstört. Nach einer Erklärung der japanischen Regierung vom 20. März 2011 soll das Kraftwerk ganz aufgegeben werden. Über das Schicksal der nach Betreiberangaben noch funktionsfähigen Reaktorblöcke 5 und 6 wurde noch nicht entschieden (Stand: 30. November 2011). Die Entsorgungsarbeiten werden voraussichtlich 30 bis 40 Jahre lang dauern.

—->Mehr zum Fukushima Disaster

Künstler zeigen die unabsehbare Atomkraft und ihre verheerenden Auswirkungen auf die Existenz von Menschen und appellieren noch mehr an die Welt für Frieden und den Verzicht auf Gewalt zur Lösung internationaler Konflikte.

Hiroshima und Fukushima repräsentieren Symbole, dass es noch nicht zu spät ist, umzudenken und anzuhalten und der Menschheit und der Menschlichkeit eine Überlebenschance zu geben.

Die CTF – Collective Trauma Film Collections – http://ctf.engad.org
hat Video- und Filmemacher aus der ganzen Welt eingeladen, sich dem Aufruf “Never More – Hiroshima-Fukushima” anzuschließen und audiovisuelle Arbeiten einzureichen. Die Sammlung ist das Ergebnis dieser öffentlichen Intervention.


Die Hiroshima // Fukushima Film Collection
wurde 2014 durch Wilfried Agricola de Cologne, Medienkünstler und Kurator aus Köln, in Leben gerufen und 2015 zum ersten Male der Öffentlichkeit vorgestellt.
2017 wurde das Vorhaben erst in das Medienkunstprojekt “The W;OW Project – Wir sind eine Welt http://wow.engad.org – mit einbezogen und später in das “Mahnmal für die Opfer der nuklearen Gefahren” umgewandelt, und 2018 wurde das Mahnmal Bestandteil des Medienkunstkontexts “Die 7 Mahnmale für die Menschlichkeit”http://7mfh.a-virtual-memorial.org

Hiroshima // Fukushima Filmsammlung


teilnehmende Künstler

Sonia Laura Armaniaco (Italien), Maureen Bachaus (Niederlande, Brandon Bauer (USA), Jeroen Cluckers (Belgien), Mengyu Chen (USA), Mark Kadota (USA), Beate Hecher / Marcus Keim (Österreich), Kenji Kojima (Japan / USA) ), Maria Korporal (Niederlande), Lin Li (HK / UK), Paribartana Mohanty (Indien), Jean Gabriel Periot (Frankreich), Lisi Prada (Spanien), Filip Gabriel Pudlo (Polen), Rrose Present (Spanien), Ausin Sainz (Spanien), Emilio Ibanez Sanchez / Lourdes Chesa Carda / (Spanien), Paul Turano (USA), Nico Winz (Frankreich)